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Sitzbänke braucht der Mensch. Gar, wenn er bei brütendem Sonnenschein im Skulpturenpark unterwegs ist. Schatten ist nur spärlich vorhanden. Zumindest symbolisch schafft Sacha Klemm Abhilfe mit seiner pavillonartigen Holzkonstruktion. Es ist ein ausladendes und filigranes Gebilde, das an Brise Soleil erinnert, an jene Lamellen vor Fassaden, die als Sonnenbrecher dienen. Klemms Bauwerk spielt raffiniert mit Licht und Schatten. Es ist technisch ausgeklügelt konzipiert. Nur ein massiver Balken trägt die Dachkonstruktion. Und diese ist ohne eine einzige Schraube oder einen Nagel zusammengefügt. Steckverbindungen sorgen für Stabilität. So verbindet sich altes Handwerk mit einer zeitgemässen, japanisch anmutenden Erscheinung. Sacha Klemm war im Erstberuf Schreiner. Seine Faszination für ­japanische Tempelarchitektur und Holzbaukunst hat hier einen eigenständigen Ausdruck gefunden.

Nodi
Entstehungsjahr2021MaterialHolzAudiospur-